Antriebsarten bei Pedelecs

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Welche Antriebsarten gibt es?

1. Frontantrieb / Vorderradantrieb

Ein Frontantrieb gilt als preiswerter Einstieg. Der Motor befindet sich direkt am Vorderrad. Über das Display am Lenker kann der Antrieb und die Unterstützung ausgewählt werden.

  • Eco Modus: für normales Fahren auf gerader Strecke, schwache Unterstützung
  • Normal Modus: für leichte Anstiege geeignet, mittlere Unterstützung
  • Sport Modus: für das Befahren steiler Berge, zum schnell fahren, starke Unterstützung

Vorteile eines Frontantriebs:

  • Es besteht ein preislicher Vorteil, Pedelecs mit Frontantrieb sind bereits ab 1000 Euro im Fachhandel zu haben. Die Gesamtausstattung ist dem Preis entsprechend einfach gehalten
  • Frontantriebler sind mit Nabenschaltung und Rücktrittbremse versehen
  • Der Akku bei E-Bikes oder Pedelecs befindet sich meist im Gepäckträger, dadurch wird das Fahrrad nicht länger, wie es mitunter bei Mittelmotor der Fall ist

Nachteile eines Frontantriebs:

  • das Vorderrad kann je nach Untergrund und Unterstützung kurzzeitig durchdrehen
  • das Gewicht im Vorderrad muss ständig mitgelenkt werden
  • wenig Komfort bei geringeren Preisen

2. Der Mittelmotor:

Der Mittelmotor ist der meistgekaufte Antrieb bei E-Bikes und Pedelecs. Der Motor ist im Bereich des Tretlagers angebracht und hat somit einen tiefen Gewichtsschwerpunkt. Dadurch besitzt das Fahrrad hohe Stabilität sowie angenehmen Sitzkomfort. Die Unterstützungsstufen können ähnlich dem Frontantrieb noch zusätzliche Modi enthalten.

Vorteile eines Mittelmotors:

  • angenehmes Fahrgefühl
  • große Auswahl an Herstellern, Modellen und Akkugrößen
  • hohe Zuverlässigkeit, wenig Probleme

Nachteile eines Mittelmotors:

  • Durch den Sitz des Akkus zwischen Hinterrad und Sitzrohr wird das Rad länger
  • Nicht immer ist ein Rücktritt vorhanden
  • höherer Anschaffungspreis zwischen 2000 und 3000 Euro

3. Heckantrieb / Hinterradantrieb:

Durch die direkte Kraftübertragung auf das Hinterrad ist der Hinterradantrieb der Sportler aller Antriebe und ist für das Fahren im Gelände bestens geeignet. Die Unterstützungsstufen sind ähnlich der anderen Antriebe. Es kann hier je nach Hersteller die Möglichkeit der Rückgewinnung eingestellt werden. Damit wird beim Bergabfahren oder Bremsen Strom zurückgewonnen.

Vorteile des Hinterradantriebes:

  • bestens geeignet für sportlich ambitionierte Fahrer, für Gelände fahren geeignet
  • Möglichkeit der Rückgewinnung
  • kraftvoll, stark, hohes Drehmoment, direkter Antrieb, dadurch sportliches Fahrgefühl

Nachteile des Hinterradantriebes:

  • nur Kettenschaltung, kein Rücktritt
  • nicht immer zuverlässig, Probleme bei Heckantrieben einiger Hersteller

Welcher Antrieb am besten geeignet ist, muss der Fahrer für sich selbst herausfinden, da jede Antriebsvariante für den einzelnen Fahrer verschiedene Vor- und Nachteile besitzen kann.