Pflege- und Wartungstipps für Pedelecs & E-Bikes

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Wie viel Luft gehört in die Reifen?

Diese Angaben befinden sich normalerweise auf den Reifen selbst, z B.: 3,5 Bar min / 5,5 Bar max. Falls keine Angaben auf dem Reifen zu finden sind, sollte der Druck zwischen 3,5 und 4 Bar gehalten werden. Es ist zu empfehlen, alle 4 – 6 Wochen den Luftdruck zu kontrollieren. Eine Standpumpe mit Manometer zum Ablesen des Luftdrucks ist am kraftsparendsten.

Pflegetipps für den Winter

Bei Kälte entlädt sich ein Akku deutlich schneller, besonders auch wenn er länger nicht benutzt wird. Du solltest den Akku mit in die Wohnung nehmen, damit er sich nicht tiefentlädt, was nur mit Aufwand und Kosten wieder korrigiert werden kann. Alle 5 – 6 Wochen sollte der Akku nachgeladen werden. Bei aktivem Winterbetrieb ist es ratsam, die Kontakte des Akkus mit Polfett einzufetten, wodurch gegen salzhaltige Streusalze ein Korrosionsschutz besteht. Ebenso solltest Du die Kette im Winter gegen Korrosion öfter ölen. Inzwischen gibt es auch Fahrradhändler, die als Service eine Wintereinlagerung von E-Bikes und Pedelecs anbieten. Dadurch entstehen zwar Kosten, aber das Fahrrad wird dafür regelmäßig geladen und aufgepumpt. Mitunter werden sogar routinemäßige Inspektionen durchgeführt, damit das E-Bike oder Pedelec im Frühjahr startklar ist.

Lager und Buchsen abschmieren

Schwergängige Lager vermindern die Reichweite und erhöhen den Energieverbrauch. Hier hilft ein Abschmieren nicht gekapselter Lager. Bremsscheiben, Bremsbeläge und Felgen sollten nicht mit Öl belastet sein. Mittels eines Montagesprays kann Korrosion vorgebeugt werden durch Einsprühen blanker Metalle, die im direkten Kontakt stehen.

Sicher bremsen

Damit Du weiterhin schnell und sicher bremsen kannst, sollte die Bremsmechanik leichtgängig gehalten werden. Dazu müssen die Bowdenzüge mit einem speziellen Öl behandelt werden. Das Restprofil der Reifen und der Luftdruck sind regelmäßig zu kontrollieren. Ebenso sind Dämpfer und Federelemente mit Spezialöl zu behandeln. Dieses Spezialöl kann auch als Kontaktöl für elektrische Bauteile wie Stecker und Buchsen verwendet werden, um Kontaktschwierigkeiten vorzubeugen.

Schutz der Elektronik und Elektrik

Für eine sicher funktionierende Lichtanlage, wenn möglich mit Standlicht, sollte besonders in der dunklen Jahreszeit gesorgt sein. Elektrische Bauteile sollten mit einem Schutzspray gegen Feuchtigkeit versiegelt sein. Das Spray ist für Scheinwerfer, Rücklicht, Gehäuse oder Steuerelektronik geeignet.

Akku-Pflege

Für die ersten drei Vollladezyklen sollte der Akku leer sein bzw. leer gefahren sein. Ein neuer Akku erreicht seine volle Kapazität nach 8 bis 10 Vollladezyklen. Nach den ersten drei Zyklen sollte ein Akku nie mehr leer gefahren werden. Für das Laden ist das Originalgerät zu verwenden. Nach Aufleuchten der 5 LED-Leuchten hat der Akku seine höchstmögliche Kapazität erreicht. Zur Kontrolle des Akkuzustandes bzw. der Kapazität drückt man 6 Sekunden auf Push. Die dann aufleuchtenden Dioden zeigen den Akkuzustand an: 1 LED blinkt: 0 – 10 % Kapazität 1 LED leuchtet: 10 – 20 % Kapazität 2 LEDs leuchten: 20 – 40 % Kapazität 3 LEDs leuchten: 40 – 60 % Kapazität 4 LEDs leuchten: 60 – 80 % Kapazität 5 LEDs leuchten: 80 – 100 % fertig Um die maximale Leistung und Lebensdauer aus deinem Akku herauszuholen, solltest du folgende Tipps beherzigen:

  • das Laden soll bei Temperaturen zwischen 10 und 25 Grad erfolgen
  • den Akku nicht in feuchten Räumen lagern, lagern bei ungefähr 10 Grad
  • bei Nichtnutzung alle 2 Monaten den Akku nachladen
  • bei Transporten Akku entnehmen und Batteriefach abdecken
  • lange Lebensdauer des Akkus bei niedrigen Unterstützungs-Modi
  • die Reichweite des Akkus ist von der Fahrweise abhängig, also von Geschwindigkeit, Temperatur, Wind, Anzahl der Anfahrten in Stopp und Go, vom Gesamtgewicht, vom Luftdruck und Rollwiderstand der Reifen
  • die Akkukapazität lässt nach bestimmter Anzahl von Ladevorgängen nach